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Technica 8.2011 (swissRobotics.net)

Ein Fall für den Roboter

    12/09/2011

    Der Roboter im Spritzgussteilehandling als Baustein der Standortsicherung

    Ein Fall für den Roboter

    Das Phänomen ist nicht neue, es hat sich durch die Währungssituation nur verstärkt: Die Massenproduktion wenig anspruchsvoller Kunststoffteile wandert in Billiglohnländer ab. Die Schweizer Kunststoffindustrie bleibt aber bei anspruchsvollen Teilen konkurrenzfähig, solange sie Kosten und Qualität im Griff hat. Ein Fall für den Roboter.

    Für die Teileentnahme und Angussseparierung aus Kunststoff-Spritzgussmaschinen haben sich Teile- und Angussspicker auf der Basis von Linearachsen vor allem für die Massenproduktion einfacher Teile bestens bewährt. Sie kommen aber schnell an ihre Grenzen, wenn die Aufgaben komplexer werden, zum Beispiel, wenn Nachfolgeoperationen wie Entgraten, Messen, Markieren, Montieren usw. gefordert sind.

    Bei diesen Aufgabestellungen führ die Zusammenfassung einzelner Prozessschritte schnell zu Kosteneinsparungen, zumal die gesunkenen Roboterkosten eine schnelle Amortisierung begünstigen. Oft ist es jedoch nicht nur die Rentabilitätsfrage, die von Fall zu Fall für oder gegen die Roboterlösung sprechen kann. Für den Roboter sprechen ebenso sehr auch die höhere Flexibilität - in Anbetracht der sinkenden Losgrössen ein immer wichtiger werdendes Argument - wie auch seine Präzision und seine "Beweglichkeit". Letztere kommt zum Beispiel dann zum Tragen, wenn komplexe Strukturen aus der Form "geschält" oder wenn Inserts hinter- oder umspritzt werden sollen. Kurz gesagt: je stärker sich die Schweizer Kunststoffspritzgiesser gezwungenermassen auf immer komplexere Kundenanforderungen konzentrieren müssen, umso mehr wird ihnen der Roboter zum unerlässlichen "Mitarbeiter". Denn er schafft es oft, während des Kunststoffspritzgiessvorgangs die unmittelbar vorher entnommenen Teile weiterzubearbeiten, d.h. zu prüfen, zu beschriften, zu entgraten usw.

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